H1 mit Kantersieg im Pokal – 6:0 (3:0) – Erfolg gegen den 1.FC Burg

H1 mit Kantersieg im Pokal – 6:0 (3:0) – Erfolg gegen den 1.FC Burg

In der 2. Pokalrunde hatten die Unioner gestern Abend den 1.FC Burg als Tabellendritten der Landesliga zu Gast. Die Burger verzichteten wegen eines Flutlichtausfalls auf ihr Heimrecht, was den Unionern nicht ungelegen kam, denn sie konnten ihre Favoritenrolle auf heimischem Geläuf mit einem 6:0 – Erfog   eindrucksvoll bestätigen.

Im Vergleich zum Sieg gegen  den SV  Werder III gab es bei den Unionern drei Veränderungen in der Startelf. Für Tom Hoffmann, Amidou Jimdo und Hendrik Suling begannen Yunus Nakip, Mola Jassey und Robin Kalbhenn. Anfangs entwickelte sich auf beiden Seiten ein eher unruhiges Spiel, da die Gäste aus Burg versuchten die Unioner bei deren Spieleröffnung gleich unter Druck zu setzten oder bei eigenen Ballverlusten, sich durch ein gemeinsames Pressing den Ball gleich wieder zurück zu holen. So bekam das Union – Spiel, auch durch viele gewonnene Zweikämpfe, erst nach und nach Stabilität und Struktur, was innerhalb von gut 10 Minuten zu einer beruhigenden 3:0 Führung führte. An allen diesen Treffern war Kapitän Falk Marquard beteiligt. Das 1:0 (12.) legte er Angreifer Robin Kalbhenn auf, das 2:0 (14. Vorlage: Amadou Jaiteh) und das 3:0 (21. Vorlage: Robin Kalbhenn) erzielte er gleich selber. Bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Michael Djoric gab es auf beiden Seiten jeweils eine nennenswerte Situation für weitere Treffer. In Minute 40 vergab Amdadou Jaiteh freistehend, nach einer Hereingabe von Niclas Ochse. In Minute 44 parierte Mahmoud Hachem in einer Eins – gegen- Eins Situation glänziend.

In Halbzeit 2 blieben die Unioner in der positiven Energie und es zeigte sich vor allem auch, wie breit ihr Kader in der laufenden Saison aufgestellt ist. Denn zwei der weiteren drei Treffer wurden von eingewechselten Spielern erzielt. Innerhalb von gut 15 Minuten stellten überzeugend aufspielende Unioner auf 6:0.

Dem 3:0 durch Jacob Raub (59. Vorlage: Robin Kalbhenn) folgte das 4:0 durch Ousmane Barry (70. Vorlage: Yunus Nakip). Den Schlusspunkt in diesem Pokalspiel setzte Mola Jassey mit dem 6:0 (76.), der  nach Einleitung vom emsigen Niclas Ochse, vom  eingewechselten Maurice Kirsch bedient wurde. Damit ziehen die Unioner ins Achtelfinale ein, das am vorletzten Oktoberwochenende stattfindet und der Gegner zwischen dem SV Grohn und dem TSV Wulfsdorf noch auszuspielen ist.

Während der 1.FC Burg am Samstag in der Landesliga den Tabellenletzten SV Türkspor empfängt, freuen sich die Unioner, ebenso am Samstag,  auf ihre Begegnung beim Tabellenneunten (ein Spiel weniger) OSC Bremerhaven.

 

 

Keine Überraschung in Sicht

Bremen-Ligist FC Union 60 sorgte in der Lotto-Pokal-Partie gegen den klassentieferen 1. FC Burg schnell für klare Verhältnisse und führte nach 21 Minuten bereits mit 3:0.

„Wie sehr sind wir im Tiefschlaf?“, lautete eine rhetorische Frage von Sascha Steinbusch an seine Bank. Der Trainer des 1. FC Burg konnte einfach nicht fassen, wie sich der Fußball-Landesligist in der Begegnung des Bremer Lotto-Pokals beim Bremen-Ligisten FC Union 60 bei einem Freistoß in der 85. Minute hat überrumpeln lassen. Aber auch wenn der Torschütze Niclas Ochse hier mal ausnahmsweise im Abseits stand und der Treffer nicht zählte, so war die Szene doch ein wenig exemplarisch für den Leistungsunterschied zwischen beiden Teams beim ungefährdeten 6:0 (3:0)-Erfolg der Hausherren.

Dabei begannen die Gäste durchaus ansprechend. Doch ein Doppelpack in der zwölften und 14. Minute änderte die Situation komplett. Robin Kalbhenn brachte den Favoriten auf Vorlage von Falk Marquard mit 1:0 in Führung, ehe Marquard selbst mit einem Schuss in die lange Ecke nach einem Querpass von Amadou Jaiteh auf 2:0 erhöhte. Bei beiden Gegentoren sah die FCB-Defensive nicht wirklich gut aus. Nach einem von Robin Kalbhenn verlängerten Freistoß ließ Falk Marquard mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend schon ein wenig die Luft raus aus dem Match (21).

Aber wer weiß, vielleicht hätte das etwas ungleiche Duell noch einmal an Spannung aufgenommen, wenn John Halstenberg seine Großchance kurz vor der Pause genutzt hätte. Halstenberg tauchte alleine vor dem Union-Kasten auf, scheiterte aber im Eins-gegen-eins-Duell am stark reagierenden Torwart Mahmoud Hachem, dem früheren Keeper des Blumenthaler SV. Dennoch lieferten die Gäste dem Goliath vor allem im ersten Durchgang ein sehr kampfbetontes Spiel. „Es ist ein sehr intensives Match“, konstatierte auch Union-Coach Frank Dahlenberg nach der ersten Hälfte.

Um möglichst viele Akteure aus seinem 28-Mann-Kader bei Laune zu halten, brachte Dahlenberg zu Beginn des zweiten Abschnitts zwei neue Leute, später dann nochmals drei. Einer davon war Jakob Raub, der nach einem Zuspiel von Robin Kalbhenn viel zu viel Zeit hatte, sich den Ball noch zurechtzulegen, um dann von der Strafraumgrenze zum 4:0 abzuziehen (48.).

Der sehr quirlige Modoulamin Jassey zwang Burgs Keeper Dominik Bahrs bei einer schönen Direktabnahme zu einer ebenso tollen Parade. Auch Barry El-Hadj-Ousmane ließ Bahrs kurz darauf gekonnt abblitzen. Sascha Steinbusch fasste sich derweil mit dem Zeigefinger an die Unterlippe und drückte damit auch ein wenig Ratlosigkeit aus. „Das Tempo einer guten Mannschaft aus der Bremen-Liga ist schon ein anderes“, urteilte Steinbusch nach dem Match.

Vorher musste Steinbusch aber noch zwei weitere Gegentreffer mitansehen. Zunächst spielte dabei El Hadj-Ousmane Dominik Bahrs beim 5:0 aus, ehe Modoulamin Jassey ein Solo von Niclas Ochse auf der rechten Seite veredelte, indem er das halbe Dutzend Tore vollmachte. „Wir haben aber bis zur letzten Minute nicht aufgegeben“, fand Sascha Steinbusch noch etwas Positives trotz der deutlichen Schlappe.

Nur mit dem Ehrentreffer wollte es nicht klappen. Das lag auch daran, dass der Querpass von Sinan Alija auf den freistehenden Bilal Subasoglu zu ungenau war (89.). „Ihr habt völlig verdient gewonnen“, bescheinigte Sascha Steinbusch seinem Trainerkollegen Frank Dahlenberg bei der freundlichen Umarmung nach dem Match – Steinbusch habe vor allem die Körpersprache beim Bremen-Ligisten gefallen.