H1 siegt bei Wind und Regen – 3:2 (3:1) – Erfolg gegen die SG Aumund – Vegesack

H1 siegt bei Wind und Regen – 3:2 (3:1) – Erfolg gegen die SG Aumund – Vegesack

Unter der Woche hatten die Unioner am Dienstag (Dauerregen) und am Donnerstag (Sturm) in ihren Trainingseinheiten den Witterungsbedingungen getrotzt. So waren sie am Sonntagnachmittag, vor spärlicher Zuschauerkulisse, gut präpariert, um im Dauerregen, nach einer überzeugenden 1. Halbzeit 3:1 zu führen und beim Schlusspfiff mit 3:2 die Nase vorne zu haben. 

Für PaMo Jallow, Karlis Plendiskis und Ousmane Barry (beide angeschlagen) rückten William Barfuß, Niclas Ochse und Robin Kalbhenn in die Startelf. Und diese lag nach kurzem Abtasten mit 0:1 hinten. Ein Union – Akteur konnte eine Flanke von der linken Seite nicht verhindern, ein zweiter übersah am 2. Pfosten den SAV – Spieler Fabian Linne, der zum Führungstreffer traf (5.). Es dauerte ein paar Minuten, bis die Unioner ihren Rhythmus fanden und sie drückten mit Unterstützung eines strammen NW – Windes zunehmend auf den Ausgleich. Die Bremen Norder ließen zwar nicht allzu viel an klaren Torchancen zu, schafften es jedoch nur auf Kosten einer Vielzahl von Standardsituationen die Union – Offensive zu stoppen. Hier hatten die Rot – Schwarzen bei den Trainervorgaben gut zugehört. Innerhalb von gut zwanzig Minuten lagen sie 3:1 vorne. Das 1:1 (22.) erzielte Robin Kalbhenn, nach Foulspiel an Leart Wunsch, per Strafstoß. Beim 2:1 (27.) waren Falk Marquard und beim 3:1 (42.) erneut Robin Kalbhenn die Torschützen, assistierte jeweils per Eckstoß vom Spezialisten Niklas Isserstedt.

In Halbzeit 2 begünstigte der NW – Wind das Spiel der Gäste.  Nun gaben sie, unterstützt durch zwei frische Kräfte, den Ton an. Da jedoch die Union – Defensive sehr kompakt und geschlossen gegen den Ball agierte, sahen die 45 Zuschauer aus dem Spiel heraus keine nennenswerten Torchancen der Bremen Norder – dafür eine Vielzahl von Eckstößen Richtung Union – Tor. Doch den Gästen fehlte, anders als den Unionern in Halbzeit 1, das Geschick oder auch das Glück, diese zu verwerten. Der nicht unverdiente 3:2 – Anschlusstreffer (72.) resultierte aus einem Foulelfmeter, wobei Abdullah Basdas zuerst an Marcus Christ scheiterte, anschließend diesem per Kopf handlungsschnell keine Chance ließ. Amidou Jindo hätte vor und nach dem 3:2, den Union – Anhängern etwas Nervenkitzel ersparen können, als er zuerst aus spitzem Winkel das verlassene Tor nicht traf (65.) und kurz vor Schluss (85.), freistehend,  den SAV – Keeper aus 11m nicht bezwingen konnte.

So blieb es bis zum Schlusspfiff eines großzügig bei seiner Linie bleibenden Sebastian Schiller (TuS Schwachhausen) beim nicht unverdienten 3:2 für die Unioner, die sich auf eine Trainingseinheit am Dienstag – und ihr Nachholspiel am Donnerstagabend gegen den Tabellennachbarn LTS Bremerhaven freuen.

 

SG Aumund-Vegesack ist bei der 2:3-Niederlage beim FC Union 60 in der Bremen-Liga nicht gallig genug

KARSTEN HOLLMANN

Vegesack. Jan Niklas Dähne schmiss seine Handschuhe wutentbrannt auf den Boden. Der Torwart der SG Aumund-Vegesack war beim letzten Freistoß der Gäste in der Partie der Fußball-Bremen-Liga beim FC Union 60 mit in den gegnerischen Strafraum gegangen, vermochte die 2:3-Niederlage seiner Formation aber auch nicht mehr zu verhindern. Damit stecken die Grün-Weißen nun mehr denn je tief im Abstiegskampf. „Wir haben es noch nicht verinnerlicht, dass man im Abstiegskampf über 90 Minuten alles reinhauen und sein Tor mit einem unbändigen Willen verteidigen muss“, kritisierte SAV-Trainer Björn Krämer. Dabei sehe es im Training besser aus, versicherte der Coach. Die Nordbremer verzeichneten bei Dauerregen genau den Start, den man für ein erfolgreiches Match benötigt. Bereits nach sechs Minuten schlug Williams Lewigston Noukpetor mit links eine Flanke von der rechten Seite auf Fabian Linne. Der Sprinter brachte seine Farben auch mit 1:0 in Führung. „Meine sehr junge Mannschaft hat sich von diesem Gegentor aber nicht aus dem Konzept bringen lassen“, lobte FC-Trainer Frank Dahlenberg seine Akteure. Die Gastgeber kamen immer besser in die Partie und glichen nach 20 Minuten per Strafstoß aus. Lennart Kettner hielt Unions Leart Wunsch etwas ungeschickt fest. Robin Kalbhenn nahm das Geschenk zum 1:1 dankend an. Auch die beiden weiteren Treffer für die Hausherren resultierten aus Standardsituationen. Beim 2:1 war nicht klar, ob der Eckball von Niklas Isserstedt den direkten Weg in den Vegesacker Kasten fand. Der Schiedsrichter notierte auf jeden Fall FC-Kapitän Falk Marquard als Torschützen. „Wir gewinnen keine zweiten Bälle“, machte Björn Krämer zehn Minuten vor dem Pausenpfiff ein wesentliches Manko in seinem Team aus. Dennoch wäre dem Gast beinahe das 2:2 gelungen. Alexander Schlobohm nahm einen Flankenball von Lennart Kettner von rechts schön an und drehte sich um seine eigene Achse. Doch sein Schuss geriet zu zentral, als dass dieser Marcus Christ hätte gefährden können (38.). 180 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schlug das Spielgerät dann wieder auf der anderen Seite ein. Erneut ging diesem Tor ein Eckball von Niklas Isserstedt voraus – Mittelstürmer Robin Kalbhenn köpfte die Kugel in der Mitte völlig unbedrängt zum 3:1 ein. „Es kann einfach nicht sein, dass wir in solchen Situationen nicht am Mann dran sind“, ärgerte sich Krämer maßlos über die Gegentore Nummer zwei und drei.

Björn Krämer reagierte, indem er Fahrudin Ramic nach vorne schickte und zur zweiten Hälfte mit Mola Lamine Khan und Lokman Abdi zwei frische Leute brachte. Khan hätte auch beinahe einen Eckball mit Windunterstützung direkt zum 2:3 in die Maschen verwandelt. Doch der Eckenspezialist der Platzherren, Niklas Isserstedt, stand goldrichtig am zweiten Pfosten auf der Linie und vereitelte so den Einschlag.Die Gastgeber überließen ihrem Kontrahenten nun das Spiel. Der konnte damit aber nicht viel anfangen. Abdullah Basdas prüfte Christ mal aus spitzem Winkel (65.). Björn Krämer beorderte Mola Khan auf die Sechs vor, um den Druck zu erhöhen. Das 2:3 fiel aber mehr oder weniger aus heiterem Himmel. „Abdu“ Basdas fand bei einem Handelfmeter seinen Meister in Marcus Christ, köpfte den Ball aber im Nachsetzen über die Linie. Nach einer Glanzparade von Dähne gegen Amidou Jindo verpasste Basdas mit einem abgefälschten Ball knapp das 3:3. „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, versuchte Frank Dahlenberg nach dem Schlusspfiff, seinen Trainerkollegen Björn Krämer mit einem Zitat von Ex-Profi Andreas Brehme zu trösten.